Zeit der Enthaltung?

In drei Tagen beginnt sie wieder: Die Zeit danach. Nach der großen Sause. Die Zeit, in der man seinen Kater ausschläft. In der man seine Erkältung pflegt. In der man sich schon aufs nächste Jahr freut. In der man sich – wie an Neujahr – etwas vornimmt, was man dann doch nicht einhält. Die Rede ist von der Fastenzeit.

Alleine der Name tritt schon Assoziationen und Gefühle der Entsagung, der Spaßfreiheit, der katholischen Langeweile los. Auf mich trifft nur weniges vom oben genannten zu. Ja, die Fastenzeit ist „die Zeit danach“. Aber auch „die Zeit davor“. Nach der großen Sause ist vor der großen Sause. Kater habe ich keinen, da ich so gut wie keinen Alkohol trinke. Erkältung, mh, die hatte ich schon vor der Fasnet. Aufs nächste Jahr, also auf die nächste Fasnet, freu ich mich schon auch, aber da ist noch soooo viel anderes dazwischen, worauf ich mich noch mehr freue. Was vornehmen? Ja, das tu ich. Und ich hoffe, ich kann es einhalten.

Ich nehme mir für die diesjährige Fastenzeit „Facebookfasten“ vor. Das hatte ich mir schonmal – unabhängig von der Fastenzeit – vorgenommen, aber die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, das wirklich mal durchzuziehen. Wie praktisch, dass ich jetzt eh auf meine Prüfungen lernen muss! Und wie das so ist beim fasten: Sonntags darf man das Fasten brechen – oh yeah! Ich werde ab Mittwoch also für die nächsten vierzig Tage nur noch Sonntags via Facebook erreichbar sein.

Des Weiteren werde ich wie jedes Jahr versuchen, auf Schokolade zu verzichten. Das haben wir in der Familie schon immer gemacht, Süßes gabs nur an den zwei Geburtstagen meiner Schwestern, die IMMER in der Fastenzeit Geburtstag haben/hatten… Meistens habe ich es durchgehalten, und das Gefühl, in der Osternacht den ersten Schokohasen seit vierzig Tagen zu schlachten, war einfach gigantisch. Ich hoffe, dass ich dieses Erlebnis auch im inzwischen beträchtlichen Alter von kurz vor 30 wiederholen kann.

Doch ist die Fastenzeit wirklich nur eine Zeit des Verzichts und der Entsagung? Durch mein Facebookfasten habe ich hoffentlich wieder ein bißchen mehr Zeit über, Zeit, die ich für mich nutzen möchte. Was genau ich tun werde, wird nicht im Internet erscheinen. Da könnt Ihr mich gerne persönlich zu interviewen. Aber ehrlich gesagt weiß ich noch gar nicht so genau, was ich in der Zeit, die ich mir selbst geschenkt haben werde, tun werde. Vorschläge sind willkommen.

Fest steht: Die nächsten sechs Wochen werden sehr intensiv werden. Und da ist nicht nur die Lernerei dran Schuld.

Frohes Fasten!

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2 Kommentare zu “Zeit der Enthaltung?

  1. gabbels sagt:

    Das Facebookfasten habe ich übrigens vorerst (!) aufgegeben – zuviel läuft da grade zu einigen Themen drüber, z.B. Infos über Japan, Pfadiveranstaltungen etc.

  2. […] nervt es mich schon wieder, dass ich da so viel drüber nachdenke und dem Ganzen jetzt auch schon wieder einen Blogeintrag widme. Mhpf. Na jedenfalls, was mich etwas irritiert hat, war, dass man mir […]

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