Laufarbeit

Seit einigen Tagen/Wochen kehren die sportlichen Lebensgeister zurück in meinen Körper und neben allem Rumgesitze in der Bibliothek, im Zug, bei Sitzungen (sagt ja der Name schon…) und am Computer dürstet es mich nach Bewegung. Die Hummeln im Hintern hab ich mir zum Anlass genommen, endlich wieder das LAufen anzufangen. Ich hab das vor einigen Jahren mal ne Zeit lang ausführlichst gemacht, in der Zwischenzeit ist es aber zwischen all den Terminen und Verpflichtungen eingeschlafen. Aber jetzt: Frühlingszeit, Lernzeit, Bewegungszeit!

Jetzt versuche ich tatsächlich, alle zwei Tage laufen zu gehen. Inzwischen hab ich auch eine Stammstrecke von knappen vier Kilometern (einfach, gleicher Weg zurück) am Neckar entlang. Dabei musste ich zu verschiedensten Zeiten schon verschiedene Erfahrungen machen:

Einmal hab ich es tatsächlich geschafft, um 6 Uhr (morgens!!) aufzustehen, mir gschwind ne Banane rein zu pfeifen und dann loszutraben. Es war noch dunkel, ich bin in die Dämmerung reingelaufen und als ich zurück war, wars schon hell und noch so früh, dass mein Vollkornbäcker noch nicht auf hatte. Bitterbitter. Aber das war wirklich fantastisch. Und es ist echt erstaunlich, wie viele Menschen morgens um viertel nach sechs schon unterwegs sind! Und der Verkehr, mannmannmann. Aber danach lernt es sich gleich viel besser und motivierter. Nur nen Abendtermin darf ich an so einem Tag nicht haben…

Dann war ich mal abends um sechs laufen. Nie wieder. Als am Wasser Aufgewachsene hätte ich eigentlich wissen müssen, dass abends die Mücken kommen. Laufen mit Fleischbeilage, jummi! Außerdem war mir zuviel los.

Heute bin ich um 18.40 Uhr losgelaufen. Und es war noch schlimmer, als wenn ich früher gegangen wäre. Die Mückenschwärme hielten sich in Grenzen, aber die Menschen – furchtbar. Was ich angestarrt und nachgeäfft und angepöbelt und angemacht und ausgelacht wurde – unglaublich. Ich hätte mich am Liebsten ins Eck gesetzt und geheult – wer mich kennt, der weiß, dass ich sowas nicht einfach an mir abblitzen lassen kann. Zumal ich grade eh etwas angeknackst bin, da gibt mir sowas den Rest. Da konnte mich auch heute die wunderbare Entenfamilie mit neun Wattebauschküken kaum drüber hinweg trösten. Eigentlich sollte Laufen gute Laune machen (hab ich mal so gehört…..), aber heute – nä!

Ich werde also in Zukunft wieder früh morgens laufen, auch wenn das heißt, dass ich zu unmenschlichen Zeiten aufstehen muss und bei meinen zahlreichen Abendterminen einschlafe. Aber sowas wie heute tu ich mir nicht nochmal an.

Übrigens: für die fast 8 km brauche ich momentan 45 Minuten – einschließlich kurze Dehnpause und die-letzten-Meter-gehen. Bald schaff ichs vllt. auch mal, mir zu merken, wann ich losgelaufen bin und wann ich wieder daheim angekommen bin. Dann bekommt Ihr die genaue Zeit 🙂

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Laufen.

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