„Des Qi is a fette Sau!“

… hat mal wer gesagt. Auch wenn ich zu diesem Menschen keinen Kontakt mehr habe (und auch keinen anstrebe), so erinnere ich mich doch noch oft an diesen Satz. Gemeint ist das Qi aus der Feng Shui-Lehre, das durch Körper und Räume und durch unser aller Leben fließt. Naja, ob da wirklich so viel fließt, das weiß ich nicht, aber mir ist kürzlich ein Buch in die Hände gefallen, bei dem ich zunächst dachte „Ach ist doch alles Schwachsinn!“. Bei näherem Hinsehen und Überlegen fiel mir dann aber doch das eine oder andere auf:

* Wenn wir Chorprobe haben, stehen oft leere Stühle zwischen den einzelnen Chormitgliedern. Bei einem Probenwochenende fing eine Chorschwester an, die leeren Stühle wegzuräumen und meinte, dass sie ihr inneres irgendwas stören würden. Die Atmosphäre nach dem Stühle Wegräumen war tatsächlich irgendwie … anders. Seitdem merke ich, dass mich die leeren Stühle in der Chorprobe tatsächlich stören. Es ist, als wäre alles nur improvisiert und husch husch hingestellt. Das richtige Ankomm-Gefühl fehlt.

* Bei mir liegt oft viel Zeug auf dem Boden: Bücher, Zeitschriften, Wäsche, Wasserflaschen, Kram. Ich habe nicht viel Platz, aber durch das auf dem Boden rumliegende wird der Platz nicht nur real weniger, sondern auch gedanklich.

Gestern habe ich so viel wie möglich vom Boden weg- und aus dem Weg geräumt und siehe da, mein Minizimmer, das auch noch furchtbar schlecht geschnitten und mit Möbeln vollgestellt ist, wirkt gleich viel weiter. Für mich vor allem auch gedanklich. Alles, was bisher auf dem Boden lag, ist jetzt in irgendeinem Regal, Zeitungsständer oder Schrank untergebracht. Das Qi, mein neuer Freund, kann zwar noch nicht ungehindert fließen, da es hier, wie gesagt, noch zu vollgestellt ist, aber ich habe doch die ein oder andere „Durchflussmöglichkeit“ geschaffen. Ich werde jetzt nicht zum überzeugten Feng Shui-Guru, aber ich denke, irgendwas ist da doch dran.

Vielleicht bin ich es aber auch einfach nicht gewohnt, ein aufgeräumtes Zimmer zu haben.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Gedanken.

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