Nimm DAS, innerer Schweinehund!

Trotz Kopfschmerzen und allgemeinem k.o.-sein habe ich mich gestern aufgerafft und bin – zum ersten Mal in meinem, oh, 14 semestrigen UniHD-Leben – in den Unisport gegangen. Eine Freundin hatte mir mal erzählt, wie es dort so abläuft, und so in etwa wars dann auch:

Die Einheit hieß „BauchBeinePo“, und entsprechend dieses, naja, eher unmaskulinen Namens stand ich dann mit gefühlt 300 Studentinnen und drei Studenten in einer stickigen Halle, um mich rum schwitzende Studentinnenkörper aller Ausmaße und vorne ein Podest mit einem vorturnenden Strich. Einem Strich mit verdammt vielen Muskeln! Und natürlich keinem Grämmchen Fett. Die Dame gab uns übers Mikro Anweisungen (die ich auf Grund der Hallenakustik und der lauten Wumbawumbatrainingsmusik nicht verstand) und machte alle Übungen vor, während sie nebenbei fröhlich in ihr Headset plapperte und uns erzählte, was wir machen sollten. Ich hab ganz gut mitgehalten, dafür, dass ich seit Monaten keinen wirklichen Sport mehr gemacht habe, aber ich glaube, bei meinen Job im Supermarkt ist das Fitnessstudio automatisch dabei 😉

Heimgefahren bin ich dann nach eineinhalb Stunden mit dem Rad und etwas wackligen Knien, weil mein Kreislauf meinte, sich einfach schonmal schlafen legen zu können, während ich noch kräftig Sit-Ups machte.

Es war auf jeden Fall eine gute Idee, zu diesem Training zu fahren und ich werde dem Unisport noch öfters beiwohnen – das muss ich doch ausnutzen, solange ich noch Studi bin, dass ich für umme ein Fitnessprogramm bekomme. Nicht auszudenken, was für ein Muskelprotz ich wäre, wenn ich die ganzen vergangenen 14 Semester mich schon hätte aufraffen und zum Unisport gehen können.Also, wenn das hier ein Student liest: Wälz Deinen Hintern hoch und mach was für Deine Fitness, es koscht Dich nix!!! Außer Überwindung.

Tja, und der Zustand heute? Erstaunlich gut. Muskelkater hab ich im Nackenbereich (meine Sit-Ups kamen auch eher aus dem Nacken raus als aus dem Bauch…) und an den Schultern (hä? Das Training hieß BAUCH – BEINE – PO!). Aber es fühlt sich gut an…

(Na toll. Für solche Artikel hab ich keine Kategorie. Kommts halt zum Laufen.)

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Laufarbeit, I’m back!

Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, gutes Zureden dem inneren Schweinehund, kurz Lungenfunktionen testen, MP3-Spieler aufrüsten, aber ich habs geschafft: Ich bin eben die erste Runde seit fast, nein, seit über einem halben Jahr gelaufen! Jihaaaa! Einmal das Adele-Album (19) lang, übliche Laufstrecke, allerdings leicht (!) verkürzt, weil ich nicht unter der unbeleuchteten Brücke über den unbeleuchteten Weg wollte. Den Hunde- und Entenpoop, in den ich gedappt bin, hab ich zum Glück nicht gesehen, die Wiese war matschig, kläffende Etwasse konnten sich mit einem Angriff auf mich gerade noch zurückhalten, aber scheeee wars trotzdem!

Nächste Woche beginnt dann das Ferienhochschulsportprogramm und vielleicht schaffe ich es ja in meinem letzten Studiensemester endlich mal dorthin. Die nächste Bikinisaison kommt bestimmt.

Laufarbeit

Seit einigen Tagen/Wochen kehren die sportlichen Lebensgeister zurück in meinen Körper und neben allem Rumgesitze in der Bibliothek, im Zug, bei Sitzungen (sagt ja der Name schon…) und am Computer dürstet es mich nach Bewegung. Die Hummeln im Hintern hab ich mir zum Anlass genommen, endlich wieder das LAufen anzufangen. Ich hab das vor einigen Jahren mal ne Zeit lang ausführlichst gemacht, in der Zwischenzeit ist es aber zwischen all den Terminen und Verpflichtungen eingeschlafen. Aber jetzt: Frühlingszeit, Lernzeit, Bewegungszeit!

Jetzt versuche ich tatsächlich, alle zwei Tage laufen zu gehen. Inzwischen hab ich auch eine Stammstrecke von knappen vier Kilometern (einfach, gleicher Weg zurück) am Neckar entlang. Dabei musste ich zu verschiedensten Zeiten schon verschiedene Erfahrungen machen:

Einmal hab ich es tatsächlich geschafft, um 6 Uhr (morgens!!) aufzustehen, mir gschwind ne Banane rein zu pfeifen und dann loszutraben. Es war noch dunkel, ich bin in die Dämmerung reingelaufen und als ich zurück war, wars schon hell und noch so früh, dass mein Vollkornbäcker noch nicht auf hatte. Bitterbitter. Aber das war wirklich fantastisch. Und es ist echt erstaunlich, wie viele Menschen morgens um viertel nach sechs schon unterwegs sind! Und der Verkehr, mannmannmann. Aber danach lernt es sich gleich viel besser und motivierter. Nur nen Abendtermin darf ich an so einem Tag nicht haben…

Dann war ich mal abends um sechs laufen. Nie wieder. Als am Wasser Aufgewachsene hätte ich eigentlich wissen müssen, dass abends die Mücken kommen. Laufen mit Fleischbeilage, jummi! Außerdem war mir zuviel los.

Heute bin ich um 18.40 Uhr losgelaufen. Und es war noch schlimmer, als wenn ich früher gegangen wäre. Die Mückenschwärme hielten sich in Grenzen, aber die Menschen – furchtbar. Was ich angestarrt und nachgeäfft und angepöbelt und angemacht und ausgelacht wurde – unglaublich. Ich hätte mich am Liebsten ins Eck gesetzt und geheult – wer mich kennt, der weiß, dass ich sowas nicht einfach an mir abblitzen lassen kann. Zumal ich grade eh etwas angeknackst bin, da gibt mir sowas den Rest. Da konnte mich auch heute die wunderbare Entenfamilie mit neun Wattebauschküken kaum drüber hinweg trösten. Eigentlich sollte Laufen gute Laune machen (hab ich mal so gehört…..), aber heute – nä!

Ich werde also in Zukunft wieder früh morgens laufen, auch wenn das heißt, dass ich zu unmenschlichen Zeiten aufstehen muss und bei meinen zahlreichen Abendterminen einschlafe. Aber sowas wie heute tu ich mir nicht nochmal an.

Übrigens: für die fast 8 km brauche ich momentan 45 Minuten – einschließlich kurze Dehnpause und die-letzten-Meter-gehen. Bald schaff ichs vllt. auch mal, mir zu merken, wann ich losgelaufen bin und wann ich wieder daheim angekommen bin. Dann bekommt Ihr die genaue Zeit 🙂