Fotoshooting bei klirrender Kälte

Es ist zwar sakrisch kalt, aber das Wetter ist ansonsten wunderschön, die Luft fühlt sich gut an, die Sonne scheint. Genau die richtigen Bedingungen also für einen kleinen Nachmittagsspaziergang zu meinem neu gefundenen Lieblingsaussichtspunkt oberhalb der Weststadt. Jetzt, wo ich stolze Besitzerin einer neuen Kamera bin, hab ich mir natürlich ein paar kleine Spielereien nicht entgehen lassen. Seht selbst.

Übrigens fühlt es sich deutlich kälter an. Is ja nur ein Grad minus.

Waschtag

Ich versuche seit über einer Woche, meine Wäsche zu waschen. Erfolglos. Es ist wirklich unglaublich.

Erst hab ich ewig gebraucht, bis ich mal Donnerstags morgens zwischen 9 und 10 in die Hausverwaltungssprechstunde konnte, wo ich Waschmarken für die Maschine bekomme. Die hatte ich dann endlich.

Eines Abends war ich joggen. (Dazu siehe letzter Beitrag…) Danach dachte ich „Oh, wie wärs denn mit jetzt waschen? Mal schauen, ob die Maschine grade frei ist.“ Kurze Zwischenerklärung: Ich wohne in einem Studentenwohnheim (ääääh sorry, Studierendenwohnheim) mit rund 40 anderen Leuten, einer Waschmaschine (einer pupsnormalen!), einem Trockner und keinem Platz zum Wäsche aufhängen. Ich gehe also um 19.45 Uhr in das Waschmaschinenkämmerle – siehe da, die Maschine ist frei und der nächste eingetragene Waschtermin ist erst um 22 Uhr! Ja spitze! Ich also schnell 20 bis 22 uhr eingetragen, hochgeflitzt, gschwind geduscht, Waschsachen zusammen gepackt und wieder runtergeflitzt. Mache um 20.10 Uhr die Tür zum Kämmerle auf – und die Maschine läuft. Mit nicht meiner Wäsche. Während ICH das eingetragene Waschrecht hatte. Scheint ja wunderbar zu funktionieren, dieses WäscheindenKalendereintragSystem. Ich also wutentbrannt einen Zettel geschrieben (auf den ich nie eine Reaktion bekommen habe) und mit samt Wäschekorb wieder hochgeflitzt und den ganzen restlichen Abend geschmollt. Denn: Die nächsten Tage waren im Kalender schon alle voll. Ich hatte keine Chance.

In den letzten Tagen hab ich immer mal wieder reingeschaut in den Kalender und mir überlegt, wann ich mich eintragen könnte. Zu lange im Voraus will ich das ja auch nicht machen, denn wer weiß, vielleicht hab ich an dem Tag zu dem Zeitpunkt dann grade nen Lernhöhepunkt und kann nicht einfach so heim zum Waschen.

Also gut, eben beim Heimkommen nachgeschaut – ach kuck an, da ist zwar grad noch ne Wäsche drin, aber von 16 bis 18 Uhr ist frei! Also hab ich mich eingetragen – und siehe da, auch jetzt um 16.52 Uhr hat meine blöde Vorwäscherin immer noch nicht die Maschine geleert!! Ich glaub, ich gebs auf! Das letzte Mal, als sowas passiert ist, hab ich der Trulla einfach die nasse Wäsche vor die Tür gestellt. Bei der will ich das aber nicht machen, die hat mir schonmal nett ein Paket entgegen genommen…

Nun ja. Morgen, 14 Uhr, letzter Versuch. Wenn dann die Maschine noch oder wieder belegt oder gar kaputt ist, dann lauf ich schreiend durchs Haus. Vier Stockwerke hoch und wieder runter. Und dann fahr ich am Donnerstag zu Muttern und bring ihr nen Koffer voll Schmutzwäsche mit.

Mein Senf zu… Prokrastination

Ja, des Öfteren habe ich bereits verlauten lassen, dass ich prokrastiniere. Und zwar ganz gewaltig. Und über dieses Thema haben ich und andere auch schon einiges – genug? – geschrieben. Da ich aber gerade eigentlich eine Hausarbeit schreiben müsste, blogge ich doch lieber. Denn genau DAS ist Prokrastination und nicht, was der verschweinte Blogleser wieder  denken möge.

Prokrastination bedeutet so viel wie Aufschieberitis, Mach ich morgen, später, ich müsste grade ganz dringend Geschirr spülen, den Boden putzen, T-Shirts im Schrank nach Farbe sortieren undundund.

In meinem Fall müsste ich ganz dringend eigentlich eine Hausarbeit zum Thema EU-Erweiterung schreiben (dass ich hierbei von Herrn Guttenbergs Dissertation zitieren könnte, bleibt an dieser Stelle unerwähnt). Ein paar Seiten hab ich auch schon, mehr schlecht als recht zusammen getippt.

Doch halt! Ganz ganz dringend muss ich bei Facebook nachkucken, ob mir jemand eine Nachricht geschrieben hat, ohne die sich das Weiterleben nicht lohnt. Und außerdem muss ich noch den Screenshot vom Bundestagsdebattenprotokoll einstellen, wegen dem ich mich so kaputt gelacht hab. Das DARF ich der Welt einfach nicht vorenthalten. Und dann hat meine Freundin meinen Stauts kommentiert, und mein Kumpel hat sowas witziges als seinen Status geschrieben, das muss ich auch gleich mal kommentieren. Und plupps – eine Stunde weniger zum Leben. Oder zum Schreiben.

Dann leide ich ja doch sehr unter Mitteilungsdrang, und da ich äußerst ungern telefoniere, muss das Ganze irgend ein anderes Ventil finden. Na zu Glück gibt es Twitter. Nachdem ich mich da abgemeldet und es Proteste von allen Seiten gehagelt hatte, hab ich mir dann doch einen neuen Account zugelegt. Das Bittere an der Sache ist: Ich bin kein Mobiltwitterer, das heißt, ich kann nur twittern, wenn ich einen Computer mit Internetanschluss vor der Nase hab. Und bis das immer so weit ist, hab ich meine geistreichen, oberlustigen, retweetenswerten Tweets schon längst wieder vergessen. Also gibts von mir nur dämliche, sinnfreie Tweets. Aber auch die kosten Zeit und vor allem: Konzentration. Nicht, dass ich mich so sehr auf meine geistigen Twitterergüssen konzentrieren würde, aber der Hausarbeitsgedankenfluss ist dann halt unterbrochen.

Und das passiert ungefähr alle zwei Minuten bei mir. Da hilft nicht mal das Abmelden, wie ich es auch schon mit Facebook versucht hatte, denn: *zack* da kommt der Gedanke „Das könnte ich jetzt bei Facebook einstellen“ „Nur mal kurz reinschauen“ „Wär was für Twitter“ – und schon bin ich nicht mehr mit der EU-Erweiterung beschäftigt.

Und jetzt hab ich mir auch noch diesen Zweitblog angeschafft.

Das allerblödeste an der Sache ist, dass ich grade kein gescheites Ende für mein Geschichtchen finde und deshalb a) drüber grüble, wie ich aus dieser Nummer wieder rauskomme und b) ich einfach immer weiter sinnloses Zeug schreibe, nur um nicht an dieser blöden Hausarbeit weitertippen zu müssen, die so blöd eigentlich gar nicht ist.

Ja, das ist Prokrastination.